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Luzerner Zeitung: Mit dem Floss von Perle zu Perle

Die Organisatoren von Dynamo Sempachersee bieten bei zehn Standorten ein breites Angebot und erwarten 40000 Besucher. Dabei wird auch ein aussergewöhnlicher Rekord angestrebt.

 

Ernesto Piazza

 

Der Countdown läuft: Ein Jahr vor Beginn von Dynamo Sempachersee befindet sich die viertägige Veranstaltung auf Kurs. Dies haben die Verantwortlichen an der gestrigen Medieninformation bekannt gegeben. Der Anlass vom 5. bis 8. September 2019 soll rund 40000 Besucher anlocken. Unter dem Dachthema «bewegen, entdecken, geniessen» bietet der Event vielfältige Angebote. An zehn Standorten entstehen um den Sempachersee 12 Erlebnis- und Festplätze in Form einer Perlenkette. Verantwortlich für diese Perlen sind Gewerbevereine, Gemeinden sowie regionale Firmen und Institutionen.

 

Spiel ohne Grenzen lebt neu auf

«Wir wollen im nächsten Jahr ein einzigartiges und zugleich nachhaltiges Erlebnis schaffen», sagte Vereinspräsident und Nationalrat lbert Vitali gestern. Dynamo Sempachersee beinhaltet drei Teilprojekte. Und zwar: eine Erlebnisschau und Perlenkette, den Freizeitpass und das «Spiel ohne Grenzen», das die Organisatoren in Anlehnung an ein früheres Highlight im Schweizer Fernsehen neu aufleben lassen.

 

Die Erlebnisschau Surwa in Sursee steht unter dem Motto «entdecken». Mit der Berufsinsel Digitalisierung wird sie wohl einen der Höhepunkte präsentieren. Das Pendant in Sempach bietet diverse neue Ausstellungsformen in und um die Festhalle, in der Altstadt sowie entlang des Sees. Auch soll vom Camping bis hin zur Altstadt eine rekordverdächtige Genussmeile entstehen: «Wir streben die längste Liegestuhlkette der Welt an», erklärte Co-Projektleiter Beat Heuberger.

 

Unter anderem bietet Campus Sursee eine Erlebniswelt rund um die neue Sportarena. Dort wird auch die Astag Zentralschweiz sein. Mit dem Anlass ist ebenfalls die Eröffnung des neuen Besucherzentrums im Schweizer Paraplegikerzentrum in Nottwil verbunden. Künstlerisch wird es in Schenkon, wo sich direkt am See Gewerbe, Gemeinde und Schulen beim «Boxenstopp» künstlerisch präsentieren. Das Luzerner Kantonsspital Sursee macht an der eigenen Perle das Thema Gesundheit erlebbar.

 

Beim Freizeitpass haben die Besucher die Möglichkeit, von diversen Schnupperangeboten wie Stand-up-Paddling Gebrauch zu machen. Das Teilprojekt «Spiel ohne Grenzen» sieht vor, dass an jedem Standort eine entsprechende Disziplin stattfindet. «Je bunter die Fünferteams zusammengestellt sind, desto interessanter», sagte Beat Heuberger.

 

Mobilität kommt zentrale Rolle zu

Die Mobilität ist bei Dynamo Sempachersee zentral. An diversen Standorten kann man sie erleben. So kommen auch vier Flosse zum Einsatz. Für den Anlass wird das bestehende ÖV-Netz zusätzlich ausgebaut. «Wir haben diverse Shuttles, die mit einem Hop-on-Hop-off-Konzept das bestehende Netz mit den Perlenstandorten verbinden», so Heuberger. Zudem ist eine An- und Rückreise ab Wohnort aus den umliegenden Gemeinden im Ticket inbegriffen. Das gilt allerdings nicht für die Stadt Luzern und Agglomeration. «Dann hätten wir die Ticketpreise verdoppeln müssen.» Im Konzept fehlt Eich als einzige See-Gemeinde.

 

Das Budget beträgt eine halbe Million Franken. Die Hälfte sollen Ticketverkäufe decken. Der Rest kommt von Sponsoring- und Unterstützungsbeiträgen aus der Privatwirtschaft. Die Organisatoren planen mit einer schwarzen Null. «Das sollte machbar sein», glaubt der Co-Projektleiter.

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Artikel in der Luzerner Zeitung vom 4. September 2018
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