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«Openair-Feeling soll aufkommen», Guido Eberhard, OK-Präsident der SURWA, ist bereit für «Dynamo Sempachersee»

Wenn vom 5. bis 8. September «Dynamo Sempachersee» über die Bühne geht, bildet auch die Surwa einen wesentlichen Programmpunkt. Die Vorarbeiten für eine tolle Erlebnisschau liefen auf Hochtouren und seien auf gutem Weg, so OK-Präsident Guido Eberhard.

  

 

Surwa-OK-Präsident Guido Eberhard im Aussenbereich der Stadthalle Sursee: «Hier entsteht ein richtiges Openair-Village.»      Foto ANA

  

Guido Eberhard, vor etwas mehr als einem Jahr starteten Sie als OK-Präsident der Surwa. Haben Sie sich gut eingelebt?

Ja. Es war zwar zu Beginn etwas schwierig, weil wir uns im OK nicht einig waren, ob die Kombination der Surwa mit «Dynamo Sempachersee» zum Fliegen kommt. So gab es einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten, dass diese Kombination eine gute Sache ist. Mittlerweile stehen jedoch alle dahinter. Anfänglich gab es auch Bedenken, dass einige treue Surwa-Aussteller an die Erlebnisschau nach Sempach abwandern könnten. Auch diese Bedenken haben sich inzwischen wieder gelegt – umso mehr als Absagen durch neue Aussteller kompensiert werden konnten.

 

Welche Anpassungen am Konzept der Erlebnisschau gab es?

Es gab sehr viele Anpassungen. Die wichtigste ist, dass sich die Surwa heuer als hybride Ausstellung präsentiert. Die Stadthalle bleibt zwar das Herzstück, gleichzeitig wird aber das Aussengelände in seiner Bedeutung gestärkt.

 

Besteht nicht die Gefahr, dass es die Besucher von «Dynamo Sempachersee » bei schönem Wetter eher an den See zieht und weniger an die Surwa?

Genau. Deshalb messen wir dem Aussengelände ja diese hohe Bedeutung zu. Dort soll richtiges Openair-Feeling aufkommen. Als Novum werden wir eine grosse Live-Bühne aufstellen, auf der Events und Konzerte stattfinden. Und es wird im Aussenbereich sehr grosse Stände geben, so etwa die riesige Palette von Gewerbe Region Sursee mit einer Fläche von fast 400 Quadratmetern und den riesigen doppelstöckigen Stand von Büron Open. Weiter bauen wir ein Doppelchalet auf, das als Ausstellungsrestaurant und als Partylokal für den Abend dient. Die Idee ist, dass ein richtiges Openair-Village entsteht.

 

Andererseits könnte es bei schlechtem Wetter einen Ansturm auf die Ausstellung unter Dach geben.

«Dynamo Sempachersee» ist in erster Linie auf schönes Wetter ausgerichtet. Auch wir im Surwa-OK hoffen natürlich, dass Petrus mitmacht. Wichtig war uns die Besucherführung. Wir leiten das Publikum zuerst durch die Stadthalle und dann aufs Aussengelände, so dass alle Aussteller besucht werden – unabhängig vom Wetter.

 

Sind die Vorbereitungen für die Erlebnisschau Surwa auf Kurs?

Die Vorbereitungen laufen natürlich auf Hochtouren, aber wir sind gut unterwegs. Es sind einfach wahnsinnig viele Schnittstellen – viel mehr als in einem «normalen» Surwa-Jahr. Und das ist entsprechend aufwendig. Man denke beispielsweise nur an das Ticketing, bei dem auch der öffentliche Verkehr einbezogen werden muss.

 

Welches Motto ist an der Surwa diesmal angesagt?

Beim Motto hatten wir uns an jenem von «Dynamo Sempachersee» zu orientieren: «Bewegen – entdecken – geniessen ». Der Surwa ist der Teil «Entdecken» zugedacht. Das ist dankbar, weil es einen grossen Spielraum lässt. An der Surwa gibt es im vielfältigen Branchenmix der Aussteller so vieles zu entdecken.

 

Wie viele Aussteller geben sich ein Stelldichein?

Insgesamt sind es sicher gegen hundert. Die Ausstellung ist praktisch ausgebucht. Hervorragend liefen die Plätze im Aussenbereich. Viele Aussteller packten offensichtlich die Chance, welche die fast zwei Monate frühere Durchführung bietet. Noch Manövriermasse bezüglich freier Plätze gibt es im Nordsaal.

 

Planen Sie spezielle Aktivitäten für das Rahmenprogramm?

Eines der Highlights ist der Auftritt des Singer-Songwriters James Gruntz auf der Live-Bühne am Samstagabend. Weiter werden die J o - B e a u j o l a i s - Band sowie der Sek-Chor unter der Leitung von Kevin Sieber mit über 100 Jugendlichen auftreten. Neu wird es gemäss dem Konzept von «Dynamo Sempachersee» auch Berufsinseln für Oberstufenschüler geben. An der Surwa werden dabei Berufe aus dem Bereich der Digitalisierung thematisiert.

 

Wird die Surwa in zwei Jahren wieder wie gewohnt Ende Oktober stattfinden? Oder wäre es auch denkbar, den Termin Anfang September beizubehalten?

Grundsätzlich planen wir, die nächste Surwa im Jahr 2021 wieder Ende Oktober durchzuführen. Wenn jedoch das Konzept von «Dynamo Sempachersee» Früchte trägt, könnte ich mir vorstellen, dass auch eine Durchführung im September diskussionswürdig ist.

 

Wird es beim Zweijahres-Rhythmus bleiben, oder ist auch ein Drei- oder gar Fünfjahres-Rhythmus wie bei Gewerbeausstellungen in anderen Gemeinden denkbar?

Wir möchten am Zweijahres-Rhythmus festhalten. In den vergangenen Jahren gelang es auf diese Weise, die Ausstellungshallen und den Aussenbereich der Surwa mit Publikum sehr gut zu füllen. Es ist erfreulich, dass das Messekonzept in der Region Sursee nach wie vor funktioniert.

 

Daniel Zumbühl

 

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Interview mit Guido Eberhard, OK-Präsident der SURWA, in der Surseer Woche / Sempacher Woche / Trienger Woche vom 23. Mai 2019
STS-HPSU-230519-011.pdf
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